Schriftzug Prüfungsangst auf Schreibtafel

Wie gehen Sie mit Prüfungen um? Bekommen Sie bereits feuchte Hände, wenn Sie bloß daran denken? Dann geht es Ihnen so, wie vielen anderen Menschen.

Prüfungen gehören zu unserem Leben, ob wir wollen oder nicht. Spätestens mit der Einschulung geht es los und begleitet uns dann für den Rest unseres Daseins. Wissen wird abgefragt, das Ergebnis bewertet und benotet. Allzu oft setzen wir die Note mit der Bewertung unserer eigenen Person gleich.

Geht es gut, fühlen wir uns bestätigt, scheitern wir, fühlen wir uns abgewertet, vielleicht sogar entwertet. Wir stehen da als Versager, bloßgestellt vor der ganzen Welt. Angst macht sich breit. Allein die Vorstellung sorgt bald für feuchte Hände, Herzrasen und eine unerträgliche Leere im Kopf. Schnell wird dann die Fahrprüfung zur unüberwindlichen Herausforderung. Das Abi zur zukunftsbestimmenden Herkulesaufgabe. Die Klausuren am Ende des Semesters zu möglichen Stolpersteinen für die Karriere.

Der Blackout im Hörsaal

Auf einer Party sprach mich die Tochter eines Bekannten an. Die junge Frau, nennen wir sie Julia, studierte seit Oktober BWL an der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf. Als Studienanfängerin hatte sie sich zunächst mit den besonderen Gegebenheiten an einer Hochschule vertraut gemacht. Es war ganz anders als zuvor auf dem Gymnasium. Um alles muss man/frau sich selber kümmern. Für Julia kein Problem mit etwas Grips und dem richtigen Plan. Doch jetzt gegen Ende des Semesters standen die ersten Prüfungen an.

Julias Stimme stockte, denn da lag der Hase im Pfeffer. Die erste Klausur hatte sie bereits hinter sich, und völlig vergeigt. Ausgerechnet im Mathe-Grundkurs, Pflicht im ersten Semester, kam ganz unerwartet der Tiefschlag

Sie erzählte mir dann, dass sie mit Zahlen, Formeln und abstrakten Gedankenspielen eigentlich keine Probleme hätte. Zudem hätte sie sich gewissenhaft auf die Prüfung vorbereitet. Sie hatte frühzeitig mit dem Lernen angefangen und den Stoff regelmäßig wiederholt. Sie hatte so hart dafür gearbeitet und gebüffelt und dann das.

Zu Hause war Julia sich noch ganz sicher gewesen alles im Griff zu haben. Als sie dann aber vor dem Hörsaal in dem die Prüfung stattfinden sollte, mit hundert anderen auf den Einlass wartete, änderte sich das schlagartig.

Urplötzlich fing es an. Ihre Hände wurden feucht, ihre Finger fingen an zu zittern, ihr Herz raste. Ihr Körper verkrampfte sich und in Sekunden war sie schweißgebadet. Am liebsten wäre sie jetzt geflohen. Sie wollte nur weg von diesem unerträglichen Druck, der plötzlich auf ihr lastete. Im Saal selbst kam dann der völlige Blackout. Mit Tränen in den Augen erzählte Julia, dass sie zum Schluss nicht einmal mehr gewusst hätte, wo der Einschaltknopf ihres Taschenrechners war. Panisch vor Angst packte sie ihre Sachen in die Tasche und rannte fort vom Ort ihrer Schmach. Nun fühlte sich bereits am Ende ihrer Karriere und spielte mit dem Gedanken, etwas anderes zu machen.

Ja, sagte ich zu ihr, wir würden ganz bestimmt etwas anderes machen.

Prüfungsängste sind Bewertungsängste

Prüfungsangst liegt die Angst vor einer negativen Bewertung durch andere zugrunde. Häufig liegt der Anfang für spätere Prüfungsängste in der Kindheit. Während der kognitiven Entwicklung können sich Prüfungsängste erstmals im Alter von acht bis elf Jahren entwickeln. Nicht selten sind schlechte Leistungen in der Schule oder beim Sportunterricht der Anlass. Bloßgestellt vor der ganzen Klasse, wird das Selbstwertgefühl der Betroffenen kompromittiert.

Das Ergebnis ist (oft lebenslanger) tiefverwurzelter Zweifel in die eigenen Fähigkeiten. Mangelndes Selbstvertrauen, das die innere Stimme Worte sagen lässt, wie: „Ich werde diese Prüfung niemals schaffen!“ Oder: „Was werden die Prüfer, Lehrer, Mitschüler bloß von mir denken, wenn ich durchfalle?“

Wichtig ist, zu erkennen, dass Prüfungsängste nur in Sonderfällen als krankhaft eingestuft werden. Das gilt dann, wenn der Betroffene sich selbst als sehr stark beeinträchtigt sieht und in seinem Umfeld nicht mehr angemessen agieren kann.

Prüfungsangst als Motivator

Es klingt vielleicht paradox in Ihren Ohren, Angst in einer Prüfungssituation kann uns sogar intellektuell beflügeln. Angst erhöht den Wachheitsgrad und steigert Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktionsvermögen und schafft damit günstige Voraussetzungen, um mit Prüfungssituationen gut zurechtzukommen.

Stellt sich die Frage: Weshalb treibt sie den einen treibt zu besseren Leistungen an und macht, der anderen das Abrufen der geforderten Leistung unmöglich? Die Antwort ist so einfach wie verwirrend: Zwischen Hochleistung und Versagen liegt nicht mehr als ein Gefühl.

Lernen Sie die Angst zu besiegen

Ich fand Julias Erlebnis extrem schade, aber auch bezeichnend für die heutige gesellschaftliche Situation. Wir werden von Kindesbeinen an auf Erfolg getrimmt. Der dadurch erzeugte Leistungsdruck wächst und erdrückt uns – Wenn wir nicht lernen damit umzugehen.

Wenn Sie wissen, wie Sie mit dem Druck und Ihrer Angst umgehen, können Sie jede Prüfungssituation souverän meistern. Natürlich vorausgesetzt, Sie haben sich gründlich vorbereitet. Dabei spielt es keine Rolle ob eine schriftliche oder mündliche Prüfung ansteht. Gleiches gilt für Ihre persönlichen Herausforderungen bei Referat, Präsentation oder der freien Rede auf einer Bühne.

Das Gespräch mit Julia ist nun eine Weile her. Sie besuchte mich danach einige Male in meiner Praxis in Langenfeld. Wir arbeiteten gemeinsam an ihren Gefühlen und ihrer Einstellung zu sich selbst und anderen Menschen. Mit den geeigneten Werkzeugen und Fertigkeiten lernte sie schnell ihrer Angst bewirkungsvoll zu begegnen und die vermeintliche Schwäche in eine Stärke umzuwandeln. Dank NLP und Hypnose sind Angst und Blackout seither nicht wiedergekommen. Heute ist Julia eine junge selbstbewusste junge Frau mit Charme und dem Herz auf dem rechten Fleck. Ihr geht es gut. Sie schreibt gerade ihre Bachelor-Arbeit.

Wenn auch Sie unter Prüfungsangst leiden oder Angst vor öffentlichem Reden haben, und dieses Gefühl ein für alle Mal loswerden möchten, kontaktieren Sie mich.

Stimmen Sie einen Termin ab für ein kostenfreies Vorgespräch unter der Rufnummer 02173.8932577, nutzen Sie unser Kontaktformular oder schreiben Sie eine E-Mail an email@hypnosetherapie-sahler.de

Sie erhalten Ihren Termin in der Regel innerhalb drei Werktagen nach der Kontaktaufnahme. In unserer Langenfelder Praxis gilt: Psychotherapie und Hypnose ohne lange Wartezeiten.


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